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Einzigartige Felsen-Eremitage, Weinberge, Wald, Weitblicke & zum Abschluss noch ein Weinfest

Edelweiß-Wanderung zu kulturellem Kleinod mit 30 Teilnehmern am 12.08.2018

Schnell verteilen sich die Wanderer (mit beachtlichem Altersquerschnitt von über 60 Jahren,
jüngste Teilnehmerin die 11 jährige Pauline Bohn), nach kurzer Begrüßung durch die Tourführer
Klaus Baumgartner und Gabi Arnold an der Evangelischen Kirche auf drei Kleinbusse, die gegen 10
Uhr am Ausgangspunkt in Langenlonsheim ankommen. Bei herrlichem Sonnenschein und
moderater Vormittags-Temperatur geht es in flottem Tempo entlang des Guldenbachs zur
einmaligen Felseneremitage von Bretzenheim, der einzigen nördlich der Alpen. Immer schon ein
spiritueller Ort und aufgrund seiner Radon-Haltigkeit auch heilkräftig, bestand hier in der Vorzeit
eine heidnische Kultstätte, bei den Römern zuletzt ein Mithräum und seit dem 6. Jahrhundert ein
frühchristliches Heiligtum. Generationen von Mönchen und Eremiten haben später mit Hammer
und Meißel ein beachtliches Felsenbauwerk in den roten Sandstein gehauen und einen
Wallfahrtsort geschaffen. Der letzte Eremit Bruder Abraham starb im Jahr 1827 nach 51
Dienstjahren im Alter von 82 Jahren beim Absturz vom Felsen über der Eremitage. Für uns
erwacht der zauberhafte Ort zum Leben durch eine engagierte ehrenamtliche Führung von Frau
Karin Eggert, die uns viele Details aufzeigt, aber auch gleichzeitig auf die Problematik hinweist,
dass sich die Eremitage im Eigentum der Kreuznacher Diakonie befindet, die einen anderen
Auftrag hat als dieses einzigartige Kulturdenkmal zu erhalten.


Weiter geht es entlang des roten Sandstein-Felsmassivs in den hübschen Winzerort Heddesheim.
Auch hier Historie, wir machen kurz Halt am Renaissance-Ziehbrunnen von 1584 und gucken in
die neugotische Jakobuskirche. Dann geht es hinauf zur Sonnenberghütte mit herrlichem Ausblick
auf das Guldenbachtal. Uns Wanderern lacht das Glück in Form von Freibier, das uns die
gastfreundlichen Aufräumer einer Geburtstagsparty zu unserem Rucksack-Picknick anbieten. Ein
herrlicher Panoramaweg sorgt im weiteren Verlauf immer wieder für schöne Ausblicke, und die
so früh schon reifen Trauben verlocken zu erfrischender Verkostung. Die Wandere sind sich einig:
2018 wird ein guter Jahrgang! Die Landschaft wechselt von Weinland zu Wald, nach einigen
Kilometern kann man in der Ferne schon die Kirchtürme von Langenlosheim sehen, als sich ein
weiteres Highlight auftut und sich der Blick zum Rhein mit Sicht auf das Niederwalddenkmal
öffnet. Über den Kelterplatz sind wir nach 18 sonnigen Kilometern wieder unten bei den Autos
und fahren die 2 km in den Nachbarort Bretzenheim, wo uns ein kleines, feines Weinfest zum
würdigen Ausklang der schönen Tour erwartet.

 

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